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[9.06.2011 – 28.08.2011]
Mit der Ausstellung wird ein relativ selten angesprochener
Bereich der oberschlesischen Geschichte präsentiert, nämlich der Einsatz der
internationalen, französischen, britischen und italienischen Schlichtungstruppen
im Abstimmungsgebiet 1920-1922. Thematisiert wird die Rolle der fremden
Streitkräfte bei der Beaufsichtigung der Abstimmung und deren Einstellung zu dem
zweiten und dem dritten Aufstand. Die Ausstellung konzentriert sich nicht nur
auf die Struktur der Schlichtungstruppen und die formellen Aspekte ihrer
Präsenz, sondern vor allem auf die Kontakte der Soldaten mit der
oberschlesischen Bevölkerung.
Dieser Aspekt wurde im Rahmen der bisherigen Vorhaben nicht
thematisiert. Neben feindseligen und unfreundlichen Haltungen gab es auch
erfreuliche oder gar romantische Episoden. Thematische Schwerpunkte der
Ausstellung bilden das gegenseitige Verhältnis zwischen den alliierten Soldaten
und der oberschlesischen Bevölkerung, Schicksäle ausgewählter Soldaten,
Zwischenfälle (wie das Attentat von Beuthen/Bytom oder die Ausschreitungen in
Gleiwitz/Gliwice) und der Sittenbereich. Die Ausstellung präsentiert eine
umfassende Bilddokumentation zum Einsatz der Schlichtungstruppen, Landkarten der
Militärführung und militärische Ausrüstungsgegenstände. Die Absicht der
Veranstalter ist es, den Alltag der in „einem fremden Land“ stationierten
französischen, britischen und italienischen Soldaten zu zeigen. Um dieses Ziel
zu erreichen, werden bisher nicht veröffentliche Briefe der Soldaten an ihre
Angehörige präsentiert.
Ausstellungskurator: Sebastian Rosenbaum
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